Bremer Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
Hier können Sie den Landesaktionsplan direkt herunterladen:
Menschen mit Behinderung sollen auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens gleichberechtigt eingebunden sein. Darum hat die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration eine Broschüre veröffentlicht mit dem Titel: "Bremer Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Zweiter Plan des Bremer Senats zur Verwirklichung gleichberechtigter Teilhabe von Menschen mit Behinderungen."
Handlungsfelder und Maßnahmen
Der Landesaktionsplan bildet die politische Grundlage zur Verwirklichung gesellschaftlicher Teilhabe aller Bürger*innen im Land Bremen. Er wurde in einem aufwendigen Prozess gemeinsam mit behinderten Menschen und ihren Interessensvertretungen entwickelt.
In dem Landesaktionsplan geht es um diese Themen:
- Bildung
- Arbeit und Beschäftigung (Kita, Schule, berufliche Bildung, Hochschule)
- Gesundheit und Pflege
- Öffentlicher Raum und Mobilität
- Wohnen
- Kultur, Freizeit und Sport
- Sicherheit und Schutz der Person
- Familie, soziale Netze und Personengruppen
- Partizipative und gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben
Zu den einzelnen Maßnahmen gehört zum Beispiel, dass auch für Kinder mit Behinderung das Recht auf freie Anwahl einer Wunschkita gelten soll. Das Recht darf nicht eingeschränkt werden, weil eine Kita für den Umgang mit einer bestimmten Behinderung fachlich nicht qualifiziert ist. Im Bereich Arbeitsmarkt sollen deutlich mehr junge Schulabgänger*innen mit (überwiegend) kognitiven Beeinträchtigungen einen Weg in den ersten Arbeitsmarkt finden. Zu diesem Zweck sollen Modellprojekte die Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt verbessern. In allen Krankenhäusern soll in Zukunft sichergestellt werden, dass die behinderungsspezifischen Bedarfe erfasst und geeignete Lösungen gefunden werden. Das betrifft Barrierefreiheit, Unterstützung in der Kommunikation und Assistenz.
Festgeschrieben ist unter anderem auch der Ausbau von nutzbaren Toiletten für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen. Zudem ist der Einsatz von Multiplikator*innen im Ordnungsamt geplant. Sie sollen unter Beteiligung von Menschen mit Behinderungen für die Beschränkung der Barrierefreiheit sensibilisieren, die im öffentliche Raum durch aufgestellte Stühle, Tische, Aufsteller, Waren, Fahrradständer, E-Scooter und Ähnliches entsteht.
Den Landesaktionsplan können Sie hier als PDF herunterladen: Bremer Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK