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Tastmodelle im Overbeck Museum

Eine Hand ertastet ein Tastmodell. Darunter ist ein Schild mit der Aufschrift: "Please touch this art. Tastmodell - mich darf man anfassen."
Unter dem Titel "Please Touch This Art" lädt das Overbeck Museum zum Ertasten von Gemälden ein.

Das Overbeck Museum in Bremen-Vegesack ist dem Künstlerpaar Fritz und Hermine Overbeck gewidmet. Mit dem Pionierprojekt "Please Touch This Art" macht das Museum einen großen Schritt für die Barrierefreiheit. Eineinhalb Jahre lang haben die Verantwortlichen in Kooperation mit der Constructor University an der Erstellung von Tastmodellen gearbeitet. Jetzt können die ersten zwölf Kunstwerke "erfühlt" werden. Und es sollen noch mehr werden.


Ein Dutzend eigens angefertigte Tastmodelle von ausgewählten Gemälden des Künstlerpaares Fritz und Hermine Overbeck laden seit Kurzem blinde, sehbehinderte und sehende Besucherinnen und Besucher dazu ein, Kunst im wahrsten Sinne des Wortes zu "be-greifen". Das Besondere daran: Hinter den Modellen steht ein Pionierprojekt, das einen großen Schritt in Richtung barrierefreie Museen ermöglicht.


Das Projekt "Please Touch This Art" wurde von ehemaligen Studenten der Constructor University Bremen und einem Volontär des Overbeck-Museums initiiert. Gemeinsam mit dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH) und dem Blinden- und Sehbehindertenverein Bremen (BSVB) erarbeiteten die Studenten und der Volontär eine innovative KI-gestützte Lösung: eine Technologie, die Gemälde erkennt, interpretiert und in ein präzises, tastbares 3D-Modell überführt. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der aktiven Einbindung von blinden und sehbehinderten Testpersonen in jedem einzelnen Entwicklungsschritt.


Tastmodelle in Museen gibt es vereinzelt schon länger. Doch sie sind aufwändig und teuer. Viele Museen können sich das nicht leisten oder können bestenfalls ein oder zwei Modelle anschaffen. Mit der neuen Technologie sollen Gemälde nun deutlich schneller und kostengünstiger als bisher in Tastmodelle umgewandelt werden können.


Mehr Infos über das Museum finden Sie auf der Internetseite des Overbeck Museums.